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Churfranken Triathlon Niedernberg

11Als letzter Test eine Woche vor meinem Saisonhöhepunkt in Roth war dieser Wettkampf gedacht. Schöne Schwimmstrecke im See (ziemlich sicher ohne Neo), in diesem Jahr mit neuer flacher Radstrecke und einer Laufrunde um den See hörten sich ganz nach einem Rennen an, das mir gefallen könnte.

Beim Schwimmen bin ich ohne großen Stress gut weg gekommen und habe auch recht bald ein passendes Paar Füße gefunden. Stecherei und Hauerei im Wasser gab es nicht. und für meine Verhältnisse bin ich für ein Non-Wetsuit-Rennen ganz gut aus dem Wasser gekommen.

Auf dem Rad war dann „Gas geben“ angesagt. Die Strecke ist zwar flach, aber sehr verwinkelt, so dass es viele Vollbremsungen und Antritte auf dem Vier-Runden-Kurs gibt. Vom Höhenprofil also schnell, aber keine Strecke um gleichmäßig zu Drücken. Nach zwei Runden wurde es auf der Strecke richtig voll, weil dann die Überrundungen anfingen.

Beim Wechsel zum Laufen hab ich relativ viel  Zeit verbummelt – lag aber auch daran, dass ich als Generalprobe für Roth ins komfortablere Langdistanz-Material wechselte – dauert leider auch ein paar Sekunden länger. Fürs Laufen hatte ich mir vorgenommen, nach 4km Tempo rauszunehmen und in die Langdistanz-Pace zu wechseln – es sollten ja keine großen Regeneratoionsschulden mehr eingegangen werden. Von der gefühlten Anstrengung habe ich das auch so umgesetzt. Es ist wirklich unglaublich, wieviel ein paar Sekunden Unterschied bei der Pace für die gefühlte Anstrengung ausmachen: Als ich auf einen 4:00er Schnitt verlangsamt hatte, fühlte sich das Tempo ziemlich locker an und trotzdem konnte ich noch ein paar Läufer vor mir einsammeln. Ich liebe es, wenn ein Testwettkampf so funktioniert 🙂

Hier die Ergebnisse im Überblick:

Churfranken Triathlon Niedernberg
1,5 km Schwimmen
T1
40 km Radfahren
T2
10 km Laufen
Gesamt
6. (AK 1.)
0:26:24 (Ø 1:45 min/100m)
0:02:08
1:05:31 (Ø 36,6 km/h)
0:01:29
0:38:53 (Ø 3:53 min/km)
2:14:28

 

3-Flüsse-Triathlon-Gemünden

Perfekte äußere Bedingungen erwarteten uns gestern in Gemünden beim 3-Flüsse-Triathlon, der dieses Jahr schon zum 26-mal ausgetragen wurde.

Als Ziel hatte ich mir einen Top10-Platz gesetzt. Nach einem wiedermal  enttäuschenden Schwimmen sah das erstmal nicht so gut aus. Selbst Kollegen, die im Wasser wahrscheinlich nicht mal ein Drittel von meinem Umfang gemacht haben waren schneller.

So ging ich im Jagdstart auf Platz 48 auf die Radstrecke. Erwartungsgemäß konnte ich da schnell Positionen gut machen. Ich hatte allerdings keinen Überblick darüber, wo im Gesamtfeld ich mich befand. Letztlich ging ich als 9ter aus der Wechselzone 2 … knapp 40 Plätze beim Radfahren gut gemacht – kann sich sehen lassen 🙂

Der Lauf war recht unspektakulär. Insgesamt konnte ich da nochmal 3 Sportler überholen, so dass ich dann letztlich als 6ter mein selbst gestecktes Ziel erreichte. Als ich bei Kilometer 8 nochmal zum überholen ansetzte, erkannte mein Konkurent anhand meiner Startnummer direkt, was für eine Schwimmniete ich bin und rief mir noch zu: „Jetzt müsste man nur noch schwimmen können!“ – da hat er leider recht.

Platzierung
1,0 km Schwimmen
36 km Radfahren
10 km Laufen
Gesamt
6. (AK 3.)
0:17:27 (Ø 1:45 min/100m)
0:57:23 (Ø 37,6 km/h)
0:39:08 (Ø 3:55 min/km)
1
:53:58

 

Mit dem Gesamtergebnis bin ich dennoch sehr zu frieden. In der stark besetzten Altersklasse hat’s noch für den 3ten Platz und somit zu einem weitern Pokal gereicht.

Drei-Flüsse-Triathlon Gemünden

Der erste Wettkampf für dieses Jahr ist Geschichte: Am Sonntag war ich zum traditionellen  Saisonauftakt beim 3-Flüsse-Triathlon in Gemünden. Geschwommen wurde in 10 Startgruppen ohne Neo im gut beheizten Freibad. Danach war das Rennen zunächst neutralisiert bevor es im Jagdstart (mit den Zeitabständen vom Schwimmen) auf die wellige Radstrecke durchs Saaletal ging. Gelaufen wurde auf einer Wendepunktstrecke entlang des Mains.

Leider hat die Auftaktdisziplin nicht so gut geklappt wie ich mir das vorab gedacht hatte. Sabrina stand am Beckenrand und hat mir bei der Wende immer die Durchgangszeiten zugerufen. Am Anfang war ich wohl etwas zu zügig unterwegs, weil ich gegen Ende doch deutlich langsamer geworden bin. Nachdem ich im letzten Jahr als 31igster aus dem Wasser kam, war ich in diesem Jahr 26 Positionen weiter abgeschlagen, was zunächst mal ziemlich deprimierend war.

Auf dem Rad fühlte ich mich vom Start weg recht gut, im ersten Berg habe ich jedoch schon gemerkt, dass der Druck aufs Pedal fehlt. Trotzdem konnte ich vor allem in den flachen Passen meine – so glaube ich – gute aerodynamische Sitzposition ausspielen und viele Platzierungen wieder gut machen. Wenn man auf dem Rad das Feld von hinten aufrollt, sieht man auch, wie viele Sportler nicht wussten, dass es ein Wettkampf ohne Windschattenfreigabe war. Auch ich hatte ein ganzes Stück ein lästiges Geschwür am Arsch, das mich sogar mal zur Zusammenarbeit aufforderte, worauf ich natürlich nicht eingegangen bin. Schließlich muss es Position 11 gewesen sein, an der ich in die zweite Wechselzone kam.

Mein Lauf war im Nachhinein betrachtet eigentlich gar nicht schlecht. Das einzige was es da zu meiner Leistung zu sagen gibt – uns was sich eigentlich wie ein roter Faden durch den ganzen Wettkampf gezogen hat, war, dass ich den Kopf nicht auf einen Wettkampfmodus umschalten konnte. Letztendlich habe ich es noch geschafft, in die Top10 zu laufen.

Glückwunsch an meine Vereinskameraden, die großen Sport gezeigt haben. Allen voran Stephan mit einer der schnellsten Schwimmzeiten, Michael mit einer der schnellsten Laufzeiten und Platz 3 in der AK und Jürgen mit Bestnoten im Innensechskantdrehen.

Hier der Link zu den Ergebnissen.

Wettkampfberichte aus Mainz, Gemünden und Kraichgau

Lange gabs hier kein Update. Deswegen war ich aber nicht untätig. Insgesamt bei drei Aufbauwettkämpfen hab ich mitgemacht und bei allen war ich recht zufrieden.

Halbmarathon Mainz

Den Startplatz hab ich von einem Freund geerbt, der wegen Terminüberschneidung mit einer Familienfeier nicht starten konnte. Mir hat es terminlich ganz gut gepasst und so bin ich unter falschem Namen da mitgerannt. Da zu diesem Zeitpunkt im Lauftraining noch nicht viel Tempoarbeit zu verbuchen war, bin ich mit relativ niedrigen Erwartungen angetreten und habe im Vorfeld mit einer 1:25 gerechnet. Es lief dann aber vom Start weg ganz gut und nach den ersten 10km konnte ich sogar nochmal zulegen, so dass ich doch in 1:19 und ein paar Zerquetschenten durchs Ziel lief.

Triathlon Gemünden

Beim Triathlon in Gemünden stand dann Ende Mai der erste Formtest fürs Schwimmen und Radlen an. Beim Schwimmen im Freibad (ohne Neo) liefs ganz gut und ich konnte mich für den Jagdstart wieder weiter vorne platzieren als im letzten Jahr.

Fürs Radfahren hatte ich mir vorgenommen, nicht ganz so viel Druck wie letztes Jahr zu machen, um dafür mal eine ordentliche Laufzeit in Gemünden abzuliefern. Unter einer Stunde wollte ich zwar schon bleiben, aber das hat dann um ein paar wenige Sekunden doch nicht gereicht. An Position 12 bin ich dann in die Laufschuhe gewechselt, so dass ich doch gut 20 Plätze auf dem Rad gut machen konnte.

Beim Laufen hab ich recht dosiert angefangen und bin die ersten 5 km im 3:50er Schnitt gelaufen. Der Läufer vor mir kam langsam näher und kurz nach dem Wendepunkt konnte ich dann auch auf der Laufstrecke die erste Platzierung gut machen. Auf dem Rückweg hab ich dann ein bisschen mehr Gas gegeben und konnte ca. bei km 8 auf einen Platz in den Top10 vorlaufen und im letzten km sogar nochmal zwei Platzierungen gut machen, so dass ich als Gesamt 8er und 2ter in meiner AK durchs Ziel ging. Der Pokal aus dem letzten Jahr hat jetzt also einen Kameraden bekommen.

 

Challenge Kraichgau

Gleich die Woche drauf gings insischöne Kraichgau zur Mitteldistanz, mit der ich nach meinem desaströsen Lauf aus dem letzten Jahr noch eine Rechnung offen hatte. Taktik war – ähnlich wie in Gemünden – auf dem Rad nicht abschießen, so dass noch ein halbwegs ordentlicher Lauf möglich ist.

Das Schwimmen ist mir dort sehr gut gelungen. Zwar hatte ich am linken Ellbogen einen Bienenstich, der mit dem Wasser im See „reagierte“, aber trotzdem wars eine für meine Verhältnisse sehr gute Zeit.

Auf dem Rad hab ich mich bewusst zurückgehalten und vor allem auf die Ernährung – insbesondere die Flüssige – geachtet, um nicht wieder Probleme in der Bauchgegend zu bekommen. Bis km 70 hat alles gut funktioniert und dann hat es doch das Zwicken angefangen. Ich habe dann beim Trinken mehr Wasser genommen und so die „Isoplörre“ verdünnt. Das hat recht gut geholfen und die Bauchprobleme hielten sich beim Anlaufen in Grenzen.

Die erste Runde bin ich mit ca. einem 4er Schnitt gelaufen. Mein Trainingskollege Michael kam mir immer dichter auf die Fersen und das hat mich natürlich nochmal motiviert – zunächst etwas zu sehr, denn Mitte der zweiten Runde hat sich der Bauch dann doch wieder gemeldet und mich zum Bremsen gezwungen. Ich habe dann versucht, meinen Vorsprung bis ins Ziel zu verwalten, aber das hat nich ganz gereicht.

1000m vor Zielstrich hab ich von hinten Schritte gehört und mir war sofort klar, dass das nur einer sein konnte 🙂

Mit der zweiten Luft konnte ich aber doch nochmal einen drauflegen und dann nach gut 4:40h ein paar Sekunden vor Michael ins Ziel einlaufen – Danke an dieser Stelle nochmal für den Antrieb. Ich denke, das interne Duell unserer kleinen Trainingsgruppe hat uns beide motiviert 🙂

 

Erster Wettkampf – Erster Pokal: 3-Flüsse-Triathlon Gemünden

Da das Freibad in Gemünden im Moment noch renoviert wird, fand das Schwimmen im sehr warmen Hallenbad auf 25m Bahnen statt. Dort wurden 800m geschwommen und die erreichte Zeit auf 1000m hochgerechnet, so dass sich für den Jagdstart mit dem Rad entsprechende Abstände ergaben. Mit meiner Zeit von 13:59 Minuten blieb ich leider etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Auf meiner Bahn waren wir nur drei Schwimmer, so dass es von den Platzverhältnissen sehr angenehm war. Das warme Wasser hat mir aber ziemlich zu schaffen gemacht.

Nach dem Schwimmen wurden am Marktplatz die Startnummern anhand der Position nach dem Schwimmen ausgegeben – der schnellste Schwimmer startete also mit der Nummer 1. Meine Schwimmzeit bedeutete Position 66 mit einem Rückstand von 5:18 Minuten auf den schnellsten Schwimmer.

Auf dem Rad hab ich von Anfang an Druck gemacht. Ich hatte von meinem Coach zwar die Vorgabe die ersten 15 Minuten nicht voll zu fahren, aber wenn Rennen ist, ist eben Rennen 🙂 Auf dem Rad konnte ich dann bis auf Position 11 vorfahren. Mit einer Radzeit von glatt 59:00 Minuten war ich auch gar nicht weit von den Radzeiten der Spitzengruppe entfernt. Für die an Zahlen Interssierten: Meine Durchschnittsleistung über die knappe Stunde waren 257 Watt.

Der Wechsel zum Laufen ging eigentlich ganz gut. Von meinem Coach hatte ich auch hier die Vorgabe, die ersten zwei Kilometer etwas lockerer angehen zu lassen. Mit einem knappen 4er Schnitt bin ich also los marschiert, hatte nach hinten Luft und der nächste Läufer vor mir kam auch langsam näher. Leider hab ich dann wieder Probleme mit Seitenstechen bekommen und musste das Tempo etwas rausnehmen. Am Wendepunkt sind dann aufeinmal zwei von hinten angestürmt gekommen und haben mich überrannt. Bei Kilometer 8 hat das dann wieder einer versucht, aber bis dahin hatte ich mich etwas erholt und konnte das Tempo wieder mitgehen. 500 Meter vor dem Ziel war klar, dass es einen Sprint geben wird. Eine Schlüsselstelle war noch ein Durchgang über eine enge Treppe vom Radweg zum Marktplatz mit dem Zielbereich. Ich hatte schon recht früh das Tempo forciert um als Erster an der Treppe zu sein. Oben angekommen hab ich nur noch Vollgas gegeben und von den Zuschauerreaktion konnte ich ableiten, dass das mein Konkurent auch tat. Die schnelleren Beine hatte aber ich 🙂

Der Zielsprint hatte sich gelohnt: wie sich im Nachhinein herausstellte ging es nämlich um Platz 2 in der Altersklasse M30, den ich mir somit sicherte. Dafür gabs dann auch diesen schönen Pokal:

Mein Fazit: Beim Schwimmen konnte ich mich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich steigern und hatte mir da eigentlich mehr erwartet. Hier sehe ich für die Zukunft noch viel Potential. Das Radfahren war dieses Jahr ziemlich gut und mit der Leistung bin ich wirklich zufrieden. Beim Laufen muss allerdings noch mehr gehen. Die Beine waren an dem Tag gut, aber ich hatte eben wieder Probleme mit Seitenstichen. Zum Glück weiß ich genau, was ich tun muss, um dieses Problem schnell in Griff zu bekommen, da ich damit schon reichlich Erfahrung habe 🙂

Mein Ergebnis in Zahlen:

Schwimmen Radfahren Laufen Gesamt
17:28,7 (hochgerechnet auf 1000m)
(Ø 1:45 min/100m)
0:59:00,1
(Ø 35,59 km/h)
0:39:01,4
(Ø 3:54 min/km)
1:55:30,3
13. (AK 2.)

Update: Heute (18.05.) war dieser Artikel in der Zeitung. Auf dem oberen Bild bin ich beim Wechsel in die Laufschuhe.